CapeTown – Lions Head

CapeTown – Lions Head 1080 607 vagabunt.me

CapeTown – Lions Head

Montag, 21.11.2016

Seit letzter Nacht habe ich übrigens ein Einzelzimmer. Gar nicht so schlecht, da kann man wenigsten die paar Stunden, die man zum Schlafen übrig hat, richtig fest schlafen ohne das ständig jemand am Kommen oder Gehen ist. Heute konnte ich endlich mein Mietauto abholen. Wenn ich alleine nur die Taxifahrten hochrechne, rentiert sich deshalb schon ein Mietauto. Taxifahrten hier sind eigentlich recht teuer und Einheimische nehmen immer die Minibusse. Das sind kleinere Busse, die mit einem irrwitzigen Tempo und konstantem Hupen durch die Gegend fahren und jeden aufnehmen, der irgendwo hin will. Gerne auch mit HoppOn an der Ampel. Als Tourist wird einem davon abgeraten. Und solange ich mit meinem kleinen Rucksack unterwegs bin, würde ich da auch nicht mitfahren. Aber es ergab sich mal die Gelegenheit ohne Rucksack einen Fahrt zu testen. Und so brachte mich ein Minibus für ca. 10 Rand in die Innenstadt. Dieser Bus hatte eine Musikanlage im Auto und Chromfelgen. Lol. Zu geil! Das muss man einmal erlebt haben.

Also habe ich erneut ein Mietauto erhalten. Das gleiche Modell wie das letzte, nur war es diesmal grau. Wobei hier 95% der Autos in weiß herum fahren. Ich nehme mal an, dass hat mit der Sonne zu tun. 😉 Da ich eh schon im Zentrum war, schlenderte ich die Long– und die Loopstreet entlang. Besonders die Longstreet ist hier eine Partymeile. Eine Kneipe oder Restaurant nach dem anderen und unzählige Backpacker Hostels. Hier in dieser Straße wollte ich eigentlich für 2 Nächte bleiben, da ich aber einen Parkplatz für mein Mietauto benötige, blieb ich doch bei Green Elephant Backpackers. Das Restaurant Mama Africa hatte um die Mittagszeit leider noch geschlossen. Ich setzte mich für eine schnelle Pizza in ein kleines aber gemütliches Resturant mit dem Namen NomNom. Ich mag die lebhaften Straßen hier. Und die Häuser erinnern mich mit ihren Balkonen und altem Baustil an die typischen Häuser aus den WildWest-Filmen.

Also ging es zurück ins Hostel und der Rucksack mit einiges an Wasser und die Wanderschuhe wurden ins Auto geschmissen. Omg. Rund 5 min später sah das Auto wieder typisch nach Michi aus. Naja… was soll man auch machen. 😉

Und dann kam ich auch schon am Fuße des LionsHead an. Es war ca. halb drei, als ich noch eine letzte Zigarette rauchte und ein bisschen Wasser trank. Die Sonne brannte mal wieder herunter und es war strahlend blauer Himmel.

Ich habe ja schon viele Stories über den Weg hinauf zum LionsHead gelesen, wie schwer der sein soll und so weiter – aber egal jetzt.  Der Weg fing wieder mal recht einfach als Wanderweg an. Danach folgten unzählige Stufen, die teilweise ohne jegliche Sicherung steil nach oben führten. Aber die Aussicht bereits beim Hochlaufen war gigantisch. Zwischendurch begegnete ich einem deutschen Pärchen, die eine vielleicht 5 jährige Tochter und ein kleines Baby mit sich trugen. Respekt sag ich nur! Dann kam schon die erste Weiche des Weges. Ich entschied mich mal spontan für den kürzeren, aber steileren. Es gab Leitern, Ketten und Griffe in der Wand die einem eine gute Hilfe waren, den felsigen Weg zu meistern.

Das letzte Drittel des Weges war dann definitiv ein Klettersteig. Besonders mit meinem Rucksack war das manchmal doch recht schwierig, da das Gewicht des Rucksackes immer wieder nach hinten zog. Die letzten 100 Meter wurden dann nochmals deutlich schwieriger, aber nach gut 1,5 Stunden hatte ich mein Ziel erreicht. Trotzdem würde ich auch hier wieder empfehlen: Man sollte diesen Berg nur besteigen, wenn man gut bei Fuß ist und keine Höhenangst hat.

Es waren viele Menschen dort oben – aber wenn man selbst mal da oben steht, weiß man warum. Man hat wirklich einen 360° Rundumblick über Kapstadt. Man sieht die komplette Stadt, den Tafelberg, Robberg Island und die andere Seite Richtung Camps Bay. Traumhaft schön. Nach einer kurzen Pause und dem Rest meines Wassers lief ich eine Runde am Rand entlang und machte mich auf die Suche nach dem Lions Head Rock – von dem ich ja unbedingt ein Foto mit mir haben wollte.

Anfangs ist es noch ein komisches Gefühl auf diesen Felsen zu springen, der direkt über dem Abgrund hervorsteht. Aber wenn man einmal darauf sitzt und seine Beine nach unten hängen lässt, während man die Aussicht genießt – unbeschreiblich. 🙂

Ursprünglich wollte ich ein Foto von mir auf dem Felsen im gegenlicht der Sonne. Die war allerdings nicht mehr möglich, weil dann der Andrang auf den Felsen so groß war. Daher gab ich es auf, nochmals jemanden zu finden, der das Foto so umsetzt, wie ich das gerne hätte.

Tja und da ist wieder das Problem wenn man alleine unterwegs ist. Man kann zwar andere Leute bitten ein Foto von einem zu machen, muss das dann aber so hinnehmen – und kann nicht länger herumprobieren. Wenn ich selbst Fotos von mir machen könnte – hachja, das wäre so viel schöner. 😉

Ich bekam dennoch einige gute Fotos und verweilte bestimmt 1,5 Stunden dort oben. Dann schaute ich auf die Uhr. Bis zum Sonnenuntergang sind es bestimmt nochmal 1,5 Stunden. Und mein Wasser war alle. Das halte ich nicht aus. Ich war mir zwar sicher, dass der Abstieg auch im Dunkeln locker zu schaffen ist, (was einem ja immer wieder abgeraten wird!) aber es ging nicht anders.

Und so machte ich mich an den Abstieg. Ist schon manchmal ein komisches Gefühl wenn man die Felsen herunterspringt und teilweise sich lieber rückwärts herunterhangelt. Als das steile Stück überstanden war, wurde die Sonne langsam dunkler und es gab nochmal ein paar tolle Fotos.

Wieder unten angekommen, begann der Sonnenuntergang und der Himmel färbte sich leicht rötlich. Ich machte mich aber sofort auf, um in den nächsten Supermarkt zu fahren, um mir etwas zu trinken zu kaufen. Dabei ärgerte ich mich, dass ich wiedermal meinen ganzen Rucksack inklusive Pullover und Regenjacke die ganze Zeit über mitschleppte. Es war heute mal wieder absolut top Wetter und windstill.

Wieder zurück im Hostel setzte ich mich gemütlich in den Außenbereich und sortierte einige Bilder, während ich den Tag für morgen plante. Morgen geht es mit dem Auto zum Kap der guten Hoffnung. Und mein zweites Ziel für Kapstadt, die Besteigung des Lions Head konnte abgehakt werden!

Hinterlasse eine Antwort

Name (required)

Email (required)

Betreff (required)

Nachricht (required)

Website

Datenschutzeinstellungen

Wenn Sie diese Website besuchen, werden möglicherweise Informationen über bestimmte Dienste in Ihrem Browser gespeichert, normalerweise in Form von Cookies. Hier können die Datenschutzeinstellungen angepasst werden.

zur Datenschutzerklärung von vagabunt.me

 

...aktivieren/deaktivieren von google fonts

...aktivieren/deaktivieren von eingebetten Videos

...cookies? Beim alleinigen betrachten der Seite werden keine cookies gesetzt. Eingebettete Inhalte von Drittanbietern können cookies setzen. Weitere Infos bekommt man durch klick auf "mehr Infos". ;-)