Panthera Africa – Ziel erreicht!

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Panthera Africa – Ziel erreicht!

Sonntag, 13.11.2016

Gestern bin ich doch nicht wie vorgesehen früher ins Bett gegangen. War ja auch irgendwie klar… Dafür bin ich heute auch ein bisschen länger im Bett geblieben. Nach dem duschen und einem Frühstück bin ich nochmals an Küste entlang gegangen ehe es wieder zurück ging und ich meine Sachen erneut komplett packen musste.

Dann hieß es abermals warten bis es 12 Uhr wird. Mit mehreren Kaffees und netter Unterhaltung war es auch kein großes Problem. Trotz der Ablenkung war ich total aufgeregt.

Kurz nach zwölf kam eine Dame in das Hostel und fragte nach mir. Es war Linsey. Sie arbeitet bereits seit 11 Monaten für Panthera Africa und zählt somit zu den Staff-Membern.
Im Auto saßen noch drei weitere Volunteers. Eine Gruppe – und jetzt haltet euch fest – von Bermuda. Wie cool ist das denn! 😉 Wir fuhren zuerst in einen größeren Einkaufsmarkt wo wir uns mit einigen Dingen eindecken sollten, da von PA nur das Frühstück und ein Mittagessen bereit gestellt wird. Das wusste ich ja bereits, aber im Supermarkt war es dann doch ein bisschen komisch. Ich entschied mich für ein bisschen Fleisch und Käse und deckte mich aber ordentlich mit Getränken ein. Für morgen nahm ich mir einfach mal Steaks mit. Ich werde das schon irgendwie hinbekommen… Alle 2-3 Tage fahren wir dann wieder zum einkaufen.

Der nächstgelegenste Ort zu Panthera Africa ist Stanford. Von hier aus ging es dann auch bald wieder querfeldein über Schotterpisten. Dabei sahen wir auf dem Weg wildlebende Zebras – sehr cool!

Und dann war das Schild auch schon zu sehen: Panthera Africa – Big Cat Sanctuary. Wir waren angekommen. Ein weißes Anwesen mitten im nirgendwo. Wir begrüßten erstmal die anderen 4 Volunteers – wobei zwei davon ebenso wie Linsey eigentlich schon zum Inventar dazugehören.

Danach wurden uns unsere Zimmer, die Küche und der Rest vom Haus gezeigt und wir hatten einige Zeit uns einzurichten und anzukommen. Das Haus ist supercool eingerichtet. Überall stehen Sprüche an der Wand oder es sind Bilder ihrer Tiere zu sehen. Die Schlafräume tragen alle Türschilder mit den Namen ihrer Tiere. Mein Zimmer – wie es der Zufall so will – hat den Namen von Pardus (der schwarzen Pantherin). Über meinem Bett hängt ein supercooles Bild eines Leoparden und gegenüber an der Wand steht folgender Spruch:

„When the power of love overcomes the love of power the world will know peace.“

Weiterer optionaler Programmpunkt steht erst um 16 Uhr an – Linsey bei einer Führung für Touristen zu begleiten. Bis dahin vertrieben wir uns ein bisschen die Zeit mit. Besonders die beiden Hunde hier sind der Hit! Die große Kira und der kleine Racker (dessen Namen mir gerade nicht mehr einfällt) sind sehr gut erzogen /trainiert – dabei aber auch soooo witzig.

Dann ging es mit Linsey runter zum Eingang für die Führungen. Dabei sind wir zum ersten Mal an den rießigen Freigehegen vorbei marschiert und mussten natürlich vor jedem Gehege ein bisschen stehen bleiben. Schon krass das alles. Die mächtigen Zäune haben schon ein besonderes Flair. Man fühlt sich irgendwie an Jurrasic Park erinnert. 😉 Die Landfläche von PA beträgt ca. 40ha – aktuell genutzt werden davon aber nur 16. Und zum ersten Mal sah ich Pardus. Wirklich beeindruckend wie bereits im normalen Licht die Musterung eines Leoparden deutlich zu sehen ist.

Die Führung von Linsey für die zahlenden Besucher war sehr interessant. Erst erzählte sie etwas von der Entstehungsgeschichte und dann wurden fast alle Tiere abgegangen. Zu jedem der Tiere (die ja alle Namen haben) konnte Sie die Hintergrundgeschichten erzählen. Diese sind manchmal wirklich schon herzergreifen. Zu traurig wie manche Tiere als Geburtsstationen missbraucht werden oder ähnlich  schlimme Dinge angetan werden. Von den beiden Halbbrüdern Obi und Oliver sind Bilder an einer Tafel zu sehen wie die beiden Löwen ausgesehen haben bevor sie zu Panthera Africa geholt wurden. Einfach nur erschreckend!

Bemerkenswert waren auch zwei Löwen von ca. 7 Jahren, die auf den ersten Blick wie weibliche Löwen aussehen – da sie keine Mähne tragen. Und trotzdem sind diese Löwen so groß wie kaum ein zweiter. Der traurige Grund hierfür ist ebenfalls ganz einfach. Auf Grund einer seltsamen Krankheit wurden die Löwen kastriert – und ohne die nötigen Hormone bildet sich auch keine Mähne.

Auch den neuesten Zuwachs habe ich sofort erkannt. Die 8 Monate alte Löwin Elsa ist nun mit ihrer 1.5 Jahre alten Schwester Lei-ah in einem Gehege.

Nach dieser Tour gingen wir wieder zurück und sahen zum ersten Mal die beiden Cheffinen: Cat und Lizaenne. Ich hatte mir soviel vorgenommen für die Begrüßung – aber ich war irgendwie überwältigt von diesen ganzen Eindrücken… so das sie zwar herzlich aber kurz ausfiel. Nach dem Essen bin ich mit Cat aber noch ein bisschen ins Gespräch gekommen und ich denke es werden sich noch diverse Momente ergeben.

Auch mit Linsey habe ich ein bisschen gesprochen, da sie vor einigen Jahren als Volunteer eben mal im Lions Park nahe Johannesburg gearbeitet hat – ohne zu wissen was sie damit unterstützt. So denke ich, werden sich hier ebenfalls nocch einige gute Gespräche ergeben.

Als die Sonne langsam unterging fragte ich ob ich nochmals alleine ein bisschen herumlaufen kann. Dabei versuchte ich einige gute Fotos zu ergattern. Unten waren dann noch eine Staff-Memberin und zwei weitere Volunteers. Im Licht der untergehenden Sonne wirkten die großen Zäune und Gitter irgendwie bedrohlich.

Dann blieb ich noch eine Weile bei Pardus – ein weiblicher schwarzer Panther. Ich liebe sie jetzt schon, auch wenn sie (wie Leoparden eben so sind) mir gegenüber noch sehr schüchtern ist. Aber das bekommen wir schon noch hin. Auf jeden Fall zeigte sie mir schonmal wie schnell und flink sie auf einen Baum herumspringen kann und wie schnell sie hoch und wieder runterkommt.

So langsam wurde es ziemlich frisch und ich ging wieder zurück. Hier hörte ich nochmals das laute Brüllen der Löwen. Das haben wir zuvor schonmal gehört, aber jetzt im dunkeln war es irgendwie mächtiger. Meistens fängt ein Löwe an, und die anderen steigen dann mit ein. Den letzten Ton hat aber wohl immer Neptune – ein weißer männlicher Löwe.

Wieder zurück saßen wir am Esstisch und quatschten ein bisschen über alles mögliche – eher wir um halb zehn so langsam auf unsere Zimmer gingen. Als ich auf meinem Bett ein bisschen die Fotos anguckte kam immer wieder Kira mit ihrem Tennisball an und wollte wohl das ich mit ihr wieder Ballwerfen spiele. Aber im Haus ist das leider nicht erlaubt – und ich blieb hartnäckig, wobwohl sie es auf rührende Art und Weise immer wieder versuchte. 😉

Morgen startet der Tag mit einer Führung: um 7 Uhr! Evtl. werde ich aber noch früher aufstehen und bei Sonenaufgang nochmals zu den Tieren gehen. Mal sehen was daraus wird…

Da ich jetzt endlich angekommen bin – bin ich wirklich total happy! Ich weiß auch garnicht wie ich die heutigen Eindrücke alle in Textform bringen soll. Ich denke mal ich werde das die nächsten Tage nachholen. Aktuell bin ich einfach nur geflasht!

edit: während ich hier gerade die letzten Zeilen schreibe höre ich gerade wieder das Brüllen der Löwen. Wuuuuuah. Das ist ja sooooo coooool 😉

Da ich die Bilder erst morgen einfügen werde, wird der Beitrag somit auch einen Tag später veröffentlicht werden. Sorry for that.

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