Panthera Africa – 2nd day

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Panthera Africa – 2nd day

Montag, 14.11.2016

Heute bin ich doch tatsächlich um halb sechs aufgestanden. Ich wollte unbedingt vor dem Morgenmeeting um 7 Uhr nochmal eine kleine Runde bei den Raubkatzen drehen. Viele der Tiere waren allerdings ebenfalls noch im Halbschlaf – genauso wie ich…

Vor dem Meeting kann sich jeder sein Frühstück zubereiten, Kaffee trinken und sich für den Tag vorbereiten. Pünktlich um 7 Uhr erschienen dann auch Cat und Liz.

Anschließend wurden die Aufgaben des heutigen Tages verteilt. Die Volunteers wurden auf die Staff-Member aufgeteilt. Heute stand das Reinigen einiger Gehege auf dem Programm.

Wir packten das nötige Werkzeug ein und gingen runter zu den Tieren. Um ein Gehege reinigen zu können, das Wasserbecken neu aufzufüllen und sich um einen guten Schlafplatz für die Tiere kümmern zu können, muss das Gehege natürlich erstmal leer sein.

Hierzu hat sich Liz eine gute Konstruktion ausgedacht die absolut Sinn macht. Zum einen gibt es in jedem Gehege am Eingang einen kleinen Bereich der extra abgezäunt ist. Hier werden die Tiere für medzinische Versorgungen, Fütterung und andere Dinge hereingelockt. Grundsätzlich sind viele Gehege in einem Kreis angeordnet, so das man die Tiere immer wieder auf einen einfach Art und Weise in ein anderes Gehege bringen kann – dies sorgt defintiv für Abwechslung.

Um ein Tier sicher über einen Weg bringen zu können, gibt es einen, naja ich nenne es mal Tunnel, der vergittert ist und je nach Bedarf zwischen zwei Gehegen positioniert werden kann. Nach Absicherung kann so das Tier von einem Gehege in das andere gelockt werden. Wobei die Tiere meist aus Neugierde von selbst den gerade geöffneten Gang wählen und auf die andere Seite gehen.

So verbrachten wir bis ca. 11 Uhr mit der Pflege der Gehege. Pflege heißt folgendes: Bereinigen des Geheges von Kot, abgestorbenen Pflanzen und Sträuchern und alten Knochen. Zudem wird einer aggressiven Pflanze der Garaus gemacht und die Wurzelstelle nachträglich mit Gift besprüht, da diese Pflanze sonst allen anderen in der Umgebung die Nahrung entzieht.

Joseph, ein Angestellter des Hauses mäht immer mal wieder kleinere Grasflächem im Gehege. Dieses Gras oder auch Stroh wird dann in den jeweiligen Schlafplatz oder auf das kleine Häuschen gelegt, so das die Tiere ausreichend Schutz vor Kälte haben. Da der Wind das alles sofort wegwehen würde, wird oben drauf noch ein wenig Sand geschüttet.

Wir hatten alle einen rießen Spaß so etwas zum ersten Mal zu tun. Es ist schon ein befremdliches Gefühl zum ersten Mal auf der anderen Seite des Zauns zu stehen.

Immer mit dabei hatten wir ein tiefgefrorenes Hühnchen. (Hinter dem Haus steht übrigens ein Schiffscontainer der gekühlt wird und nahezu voll mit Futtermaterial für die Raubkatzen ist.) Für den Fall das ein Tier sich nicht freiwillig bewegen will wird es damit eben angelockt. Auch wenn es gilt zwei Tiere voneinander zu trennen wird das Hühnchen oder ein Teil davon als Lockvogel verwendet.

So kam es zur Situation das auf einmal der Satz fällt: “Hey, reißt mir mal einen Hühnerschenkel ab – ich brauche ihn.” Im ersten Moment denkt man sich nur: “omg.” Danach ist es umso witziger wenn man zum ersten Mal an so einem Huhn herumreißt um endlich einen Schenkel abgetrennt zu bekommen.

Gegen 11 Uhr ging es wieder zurück. Ausruhen und Relaxen war angesagt bis es dann um 12 Uhr ein vegetarisches Mittagessen gab. Das war wirklich lecker.

Denn ganzen Tag hatte ich mich schon danach erkundigt wer noch etwas Wäsche übrig hat um die Waschmaschine voll zu bekommen. Ich bin immerhin schon einige Tage unterwegs, und ich brauchte dringend frische Kleidung. Aus Gründen der Wassereinsparung wird diese aber nur eingeschaltet wenn sie voll ist. Gegen Mittag fanden sich auch noch andere und ich konnte die Maschine endlich einschalten. Relativ schnell war sie bereits fertig und ich hing meine gesamte Wäsche hinter dem Haus auf der Leine auf. Auch das war wieder ein heiden Spaß. Der heftige Wind machte es nicht gerade leicht.

Nach dem Essen ging es dann nochmals zu den Tieren und es wurden 2 weitere Gehege gesäubert. Zwischenzeitlich haben Liz und Cat ein neues Auto erhalten. Ein gebrauchter PickUp der den alten ablösen sollte. Wir testeten einige Zeit ob der mobile Käfig auf der Pritsche Platz hat und dann die Plane noch darüber gespannt werden kann. Aber das ganze testen und probieren half nichts. Es war nicht zu schaffen.

Einige Zeit später waren wir nochmals bei den Tieren als plötzlich Liz angerannt kam und meinte: “Fütterungszeit!” Cat und Linsey kamen mit dem PickUp angebraust und wir bekamen kurz eine Erklärung wie das nun abläuft und los ging es. Mit einem rasenden Tempo und immer wieder Zwischenspurts wurden die Gehege nach und nach abgefahren und große, teils sehr große Fleischstücke des Pferdes (das auf dem Pickp lag) verteilt. Erst als jedes Tier ein Teil zum essen hatte wurde uns bewusst warum das in dieser Eile ablaufen muss. Sobald ein Tier ein Fleischstück hat, und die anderen bekommen das mit oder riechen es, werden sie sehr ungeduldig, nervös vielleicht auch aggressiv. Deswegen muss jedes Tier schnellstmöglich etwas zum Essen erhalten. Dies dient hauptsächlich der eigenen Schonung der Tiere, um sie vor Stress zu schützen.

Nachdem alle Tiere etwas zum essen hatten wurden weitere Teile in die Gehege geworfen. Die Fütterungszeit ist eine der besten Zeiten um gute Fotos der Tiere machen zu können. Sie bewegen sich nicht viel und sind ausschließlich mit dem Fressen beschäftigt.

Das war eine coole Show! Und ich denke ich habe einige gute Bilder schießen können. (Hier auf dieser Seite werden allerdings alle meine Bilder unbearbeitet und in komprimierter Version hochgeladen!)

Nach der Fütterung hieß es Feierabend und Zeit fürs Abendessen. Jeder kochte sein Essen für sich und ich probierte mich an meinem Steak. Als die Verpackung aufmachte stellte ich fest das dies nur ein Stück Fleisch war – ich aber davon ausgegangen war, dass es sich um zwei Stücke handelt. Nun gut. Ich habe noch nie ein 400g Steak in einer Pfanne mit rustikalem Gasherd gebraten aber das Ergebnis war trotzdem OK.

Da morgen Dienstag ist und dieser Tag bei PA ein Ruhetag ist gibt es für die Volunteers auch wenig zu tun. Es werden immer diverse Dinge angeboten die optimalerweise die gesamte Gruppe unternimmt. Für morgen war ein Aufenthalt in einem Spa eingeplant. Viele sagten sofort zu, da dieser Ort wohl wirklich extrem cool sein soll. Die gesamte Anlage ist im Freibereich in die Natur integriert. Der Preis von 160 Rand inkl. Essen und Freibeträge für ein Casino war sehr verlockend. Wäre ich nun für mehrere Wochen bei PA, hätte ich mich dafür bestimmt auch begeistern können. Aber da ich nur eine Woche hier bin, will ich eben die Zeit nutzen. Ich teilte also mit das ich gerne hier bleiben würde. Das war absolut kein Problem und ich wäre ohnehin nicht allein, da Linsey und Dani ebenfalls hier vor Ort sind.

Der Tag endete dann gemütlich mit dem ein oder anderem Bier oder ein Gläßchen Wein. Zwischenzeitlich setzte ich mich nochmals raus auf die Veranda und genoß bei einem Bierchen und fast schon orkanhaftem Wind die Aussicht. Auch hier hatten wir ja den “Supermond”. 😉

Als ich wieder zurück ins Haus bin, waren alle auf ihre Zimmer verschwunden. Oh! Wie lange war ich denn da draußen gesessen? Als ich mich dann ins Bett legen wollte, war dieses bereits besetzt. Kira machte sich breit und wirkte ein bisschen ängstlich. Der tobende Wind machte ihr wohl ein bisschen Angst. Aber ich hielt mich an die Hausregeln und zeigte ihr freundlich den Weg zur Tür…

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