on the way to Hermanus

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on the way to Hermanus

Freitag, 11.11.2016

Das Frühstück war hervorragend. Ich nahm aber auch alles mit was ging. 😉 Packte dann wieder meine Sachen und ich orientiere mich an den Weg den ich gestern von diesem deutschen Restaurantbesitzer erhalten hatte. Er meinte diese Strecke soll ich unbedingt fahren. Also gut – los ging es.

Während meiner Fahrt passierte ich Ashton und Franscheck. Die Strecke war wirklich schön anzusehen. Und auch das Wetter spielte wieder einmal hervorragend mit. Das Gebiet hier ist ja bekannt für Weinanbau. Und die Abwechslung von Weinreben und Steppe mit grün bewachsener Landschaften war schon cool.

Am Checkpoint auf meiner hingekritzelten Karte angekommen, machte ich eine Pause und studierte den weiteren Weg. Außerdem musste ich mein Auto tanken.

Und hier passierte die nächste sehr coole Geschichte: Ich höre ab und zu mit meinem Handy Musik im Auto. Als der Tankwart den aktuellen Song hörte, flippte er vollkommen aus und konnte auch jedes Wort mitsingen. Es lief die Raggae CD vom Sandwichmaker Stand. Haha, sehr geile Sache! Wir kamen auch gleich ins Gespräch und während mein Auto getankt wurde fand eine kleine Party rund um mein Auto statt. Nachdem er erfahren hatte, dass ich aus Deutschland bin kam er aus dem schwärmen nicht mehr heraus und meinte, dass er ja schon viele coole deutsche getroffen hat – ich aber defintiv der coolste von allen sei. 🙂 Hehe.

Nach dieser kurzen Einlage ging es dann durch einen langen Tunnel Richtung CapeTown (lt. Schild nur noch 60km weit entfernt – aber da werde ich ja meine letzten tage in SA verbringen) und die erste gleich links. Ich fuhr immer weiter die Strecke entlang und überquerte einen weiteren Pass. Aber dann stimmte der Zettel mit den tatsächlichen Gegebenheiten nicht mehr überein. Ich blieb an einer Kreuzung links am Rand stehen und überlegte. Ein Auto hieltneben mir an, und ein Typ fragte mich, ob alles in Ordnung sei. Ich erwiderte, dass ich mir nicht sicher bin und wir räumten die Kreuzung und hielten am Straßenrand an. Der Mann nahm sich super viel Zeit und erklärte mir den weiteren Weg. Saucoole Aktion. Sowas passiert nicht überall. Und das bestätigt meine absolute Meinung wie freundlich hier alle sind. Egal zu wem!

Irgendwann war ich dann wieder auf der vertrauten N2. Nach einigen weiteren Überlandstraßen sah ich bereits das Meer. Die Zubringerstraße war überfüllt mit Autos und es gab leichte Staus. Ein herrlicher Anblick – von den Bergen kommend langsam Richtung Meer zu fahren.

Hermanus ist ja eigentlich DAS Städtchen für Walsichtungen. Normalerweise tummeln sich hier bis zu 80 Wale an der Küste und das eben bis Ende November. Aber leider meinte das Glück es wohl nicht gut mit mir. Ich habe bereits auf der Straußenfarm erfahren das dieses Jahr seit Oktober so gut wie alle weg sind – und die angebotenen Bootstouren schon heftige Rabatte geben um überhaupt Touris zu bekommen. Schade.

Ich suchte also mein Hostel für heute Nacht. Hermanus Backpackers. Hier angekommen erstmal ein Schock. Ich war nicht auf der Liste. Keiner wusste von meiner Buchung. Dann die Erkenntnis. Ich habe doch tatsächlich falsch gebucht. Nicht von heute auf morgen, sondern von Samstag auf Sonntag. Oh nooooooo. Leider auch ohne kostenlose Stornierung. Oh shit. Aber ok, dann eben wieder einen Schlafplatz im großen Dormroom. Muss reichen für heute.

Ich schleppte mein Zeug auf das Zimmer und machte mich sofort auf den Weg ans Meer. Hermanus ist bekannt für seine Spaziergänge entlang der Feslenküste. Im Normallfall eben hauptsächlich, um Wale sehen zu können. Aber auch so war der Spaziergang sehr gemütlich und sehenswert. Die Aussicht auf das Meer ist einfach toll! Einzig der heftige Wind machte das ganze zu einem etwas ungemütlichem Erlebnis.

Ich ging nochmals in einen Supermarkt und deckte mich mit ein bisschen was zu trinken und zu essen ein bevor es wieder zurück ins Hostel ging. Hier meinten die sehr netten Damen, dass sie mir die Zahlung zurückgeben können, sollte heute Nacht noch jemand eine identische Buchung tätigen. Immerhin ein kleiner Hoffnungsschimmer.

Ich setzte mich raus in den Außenbereich und schrieb ein bisschen an diesen Text hier und den letzten, den ich ja auch noch nachholen musste. So langsam kamen auch immer mehr Gäste und der Laden füllte sich.

Als die Sonne so langsam verschwand machte ich mich nochmals auf zu den Klippen. Dieses Mal an eine weiter weg vom Zentrum gelegene Stelle, an der das Parken nicht abkassiert wird. Also ich auf den Felsen herumkletterte um ein paar Fotos zu schießen passierte es: oh neeeeeeeeeeein. Nicht schon wieder. Mein Handy stürzte in eine Felsspalte und als ich es wieder in der Hand hielt, die ernüchternde Erkenntnis: Display gesprungen gesprungen! Nooooo. Das ist nicht mein Tag heute.

Ich fuhr also wieder zurück. Klärte für morgen Früh alles ab und machte es mir erneut im Außenbereich bequem. Hierbei kam ich mit einigen deutschen, einem Typ aus Dänemark und Spanien ins Gespräch. Da es hier, wie in so ziemlich allen Hostels, Kaffee umsonst gibt, habe ich mir direkt mal einen geholt und bin nach innen gegangen. Aktuell sitze ich im „Wohnzimmer“ mit den beiden Damen vom Hostel und zwei weiteren Gästen. Zudem hat es sich gerade ein kleiner Hund neben mir gemütlich gemacht und schnarcht vor sich hin. Dabei macht er sich ganz schön breit auf der Couch. 😉

Morgen werde ich wohl auch nicht lange schlafen können, da wie bereits erwähnt, dass Auto ausgeräumt, ein bisschen gereinigt und zurück gebracht werden muss. Um ca. zwölf Uhr werde ich von Panthera Africa abgeholt. Ich muss zugeben ich bin schon ein bisschen nervös. Wegen der nächsten Woche bin ich ja überhaupt in Südafrika.

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