Bungy Jumping

i did it!

Bungy Jumping – i did it!

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An dieser Stelle mache ich es mir mal etwas einfach. Da der Tag des Sprunges doch schon etwas in der Vergangenheit liegt kopiere ich den Text, den ich damals am Tag darauf geschrieben habe. Ich habe ihn mir gerade selbst noch einmal durchgelesen… und ich muss gestehen: es kribbelt immer noch wenn ich daran denke! 🙂

Ich hatte mir seit 2 Jahren vorgenommen einmal das feeling eines Bungy Jumps zu erleben. Da das Geld immer recht knapp war, haben mir einige Freunde zu meinem letzten Geburtstag einen Gutschein über MyDays geschenkt. Blöderweise nicht für die Jauntalbrücke (von der ich eigentlich zuerst springen wollte – sind ja nur 89m) nein, diese meinten es wirklich gut mit mir, und schenkten mir einen Sprung von der Europabrücke bei Innsbruck – 192m 🙂
Am 22.07. war es soweit. Mittags machten wir (das heißt, 3 Freunde und ich) uns auf nach Innsbruck.
Der Anblick der Brücke machte schon ordentlich Eindruck auf uns. Ich war die ganze Fahrt über soooo nervös. Dort angekommen, Auto auf dem Rastplatz abgestellt, und ab zur Anmeldung. Nach den Formalitäten nahm man mein Gewicht auf, welches ich zugleich mit meiner Sprungnummer auf die Hand geschrieben bekam. Dann bekommt man auch gleich den Sicherungsgurt um, und erhält eine kurze Einweisung wie man sich nach dem Sprung verhalten soll. Dann alle Sachen noch abgegeben, und auf zur Road-To-Perdition 200m direkt an der Autobahn entlang zur Absprungplattform. Dort kniffen leider 2 meiner Freunde und wagten es nicht über eine, ja doch recht wackelige Eisenleiter, hinab zur Plattform zu klettern.

Ich wurde immer nervöser und bekam immer mehr Schiss. Es war ziemlich windig und dementsprechend kalt. Aber die Stimmung auf der Plattform war angenehm. Coole Musik und eine freundliche spaßige Atmosphäre. Ich habe noch einigen Springern zugeschaut, wie sie sprangen und völlig begeistert wieder oben erschienen. Leider habe ich auch jemanden gesehen, der es nicht packte und vor seinem eigentlichen Versuch, wütend auf sich selbst, wieder ging.
Dann sagte einer der Mitarbeiter: “so, einer noch, und dann bist du der letzte für heute!” Uff. Das kam an! Ich bekam die Fußschellen umgebunden, und schaffte es noch mir eine Kippe zu schnorren während ich dem Springer vor mir zu sah.

Dann war ich an der Reihe. Vor zur Plattform. Während man mir nochmal alles erklärte, wurde ich bereits gesichert und bekam das Bungy-Seil an die Füße gezurrt.

 DAS ist der Moment in dem man definitiv weiß: jetzt wirds ernst.

Es ist ein komisches Gefühl wenn man mit seinen Zehenspitzen schon über dem Abgrund steht, durch das Gitter auf dem man steht den Untergrund sehen kann und das Bungy-Seil mit aller Kraft an seinen Füßen nach unten zieht. Ich bat noch um 30sec Zeit. Warum? Ich weiß es nicht – ich wollte nochmal alles genießen. Es hatte leicht zum Regnen angefangen, und am Horizont schien die Sonne so schön auf die Berge – das musste einfach gut werden.
Was wirklich in meinem Kopf vorging kann ich jetzt nicht mehr sagen. Ich erinnerte mich nochmals daran, dass ich auf jeden Fall beim ersten Countdown springen muss, denn leichter wird es mit jedem weiteren Versuch definitiv nicht! Dann irgendwann hörte ich den Aufruf der Anderen: “OK, die 30 Sekunden sind vorbei, uuuuuund 5… 4… 3… 2… 1… Bungeeeeeeee!”

Aaaaaaaaaaah, was für ein geiles Gefühl! Man spürt regelrecht wie einem das Adrenalin alle Gefühle nimmt.
Ich flog und flog! Schön die Beine und Arme gestreckt!
Noch nie fühlte sich mein Kopf so frei an. Alles wurde verdrängt. Die längsten (und doch wieder kürzesten!) Sekunden meines Lebens! Dann kam der Rebound. Ein Ruck, und dieses Gefühl von kompletter Orientierungslosigkeit, wenn man mit voller Wucht wieder nach oben gerissen wird um dann noch einmal ca. 70% der ursprünglichen Höhe nochmal nach unten zu raßen – einfach unbeschreiblich!

Danach folgt ein ruhigeres Auspendeln und man beobachtet grinsend und kopfüber die Umgebung. Diese Perspektive hat auch was sehr cooles. An einem Seil hängend hoch zur Absprungplattform zu schauen, und parallel einen Springer von der zweiten Plattform zu beobachten – saugeil!

Beim hochziehen, muss man zweimal einen Karabinerhaken mit jeweils einer anderen Schlaufe verbinden, um in eine aufrechte Lage zu kommen.
Oben angekommen, einfach nur ein Gefühl der Erleichterung. Ein Gefühl von Stolz seine Angst überwunden zu haben. Und ich muss sagen, ein leichtes Gefühl von: Ich habs getan – ihr könnt mir gar nichts! Pah! 🙂
Dann noch kurzes warten bis das Video von meinem Sprung von der anderen Plattform rübergeschickt wurde. Eine herzliche Verabschiedung. Bis zum nächsten Mal!
Mit einem breiten Grinsen zurück zum Häusschen, Gurte abgeben, Urkunde / T-Shirt abgeholt, und Tschüss – bis zum nächsten Mal.Auf der Heimfahrt hatte ich ziemlich heftiges Kopfweh, wofür ich aber einfach fehlendes Trinken und zu viel Rauchen verantwortlich machte.

Fakt: Supergeile Sache! Muss man gemacht haben, dass man versteht von was DIE immer so reden. Ich kann es nur jedem empfehlen! Es lohnt sich seine Angst zu überwinden. Sobald Geld und Zeit da ist, werde ich definitiv nochmal springen. Jauntal-, und Europabrücke…

Hier der der Link zur Homepage von Rupert Hirner Bungy Jumping

Da mein genannter Kumpel nicht mit auf die Plattform ging, gibt es von mir direkt leider keine Bilder. (nur ein Video mit relativ schlechter Auflösung – damals war HD bei den “Ösis” wohl noch nicht sooooo “In”) Die Bilder hier sind bis auf das letzte 😉 von der Facebookseite von Ruper-Hirner Bungy Jumping.
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